Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Inhalt:

Laufende Forschungsprojekte

Zurzeit wird am Institut für Sprachwissenschaft an folgenden (geförderten) Forschungsprojekten gearbeitet:

Die Sprache der arabischen Minderheit im Südiran. Dokumentation und Untersuchung sprachlicher Muster

Projektleitung: Assoz. Prof. Mag. Dr. Dina El Zarka
Finanzierung: FWF
Laufzeit: 2020-2024
Inhalt:

Die entlang der Ostküste des Persischen Golfs gesprochen arabischen Dialekte sind bisher in der Forschung weitestgehend unberücksichtigt geblieben. Die heute im Südiran lebenden arabischen Gemeinschaften stellen sowohl eine sprachliche als auch religiöse Minderheit dar, da sie im Gegensatz zur Mehrheitsbevölkerung des Irans dem sunnitischen Islam angehören. Mit wenigen Ausnahmen sind sie zweisprachig und beherrschen gleichermaßen Arabisch und Persisch.

Das Projekt zielt darauf ab, die bisher unbeschriebenen arabischen Varietäten in dieser Weltregion zu dokumentieren und ausgewählte linguistische Aspekte zu untersuchen. Dabei wird ein großes digitales Korpus authentischer Texte erstellt, welche die folgenden Fragestellungen erlauben: Wie können die Varietäten dieser Region sprachgeographisch in das Kontinuum der arabischen Dialekte in der Golfregion eingeordnet werden? Existieren phonologische, morphologische, syntaktische und lexikalische Charakteristika, welche sie mit einem Dialekt dieser Region in besonderer Weise teilen? In welchem Ausmaß finden sich in den untersuchten Dialekten Phänomene, welche auf den Sprachkontakt mit der Mehrheitssprache Persisch zurückzuführen sind und auch andere Bereiche als die Lexik umfassen? Inwieweit lassen sich Einflüsse des Persischen auf die Prosodie und Informationsstruktur der Dialekte feststellen?

Die Beschreibung und Analyse von Prosodie und Informationsstruktur wurde in der Arabistik bisher nur wenig beachtet und stellt daher einen der innovativen Aspekte des Projekts dar. Ein weiterer neuer Aspekt ist die Dokumentation ausgewählter kultureller Praktiken einer kaum erforschten Minderheitsgesellschaft aus sowohl sprachwissenschaftlicher als auch ethnologischer Perspektive.

Die der Analyse zugrundeliegenden sprachlichen und musikalischen Daten werden während längerer Feldforschungsaufenthalte vor Ort gesammelt. Dies gewährleistet, dass das Korpus ausschließlich aus authentischem Material wie zum Beispiel Lebensgeschichten, traditionellen Liedern und Erzählungen, aber auch spontanen Konversationen besteht. Zur Erforschung gewisser Bereiche der Grammatik werden zusätzlich auch Fragebögen verwendet.

Das Projekt versucht, Ansätze aus allgemeiner Linguistik und arabischer Dialektologie sinnvoll zu kombinieren und damit auch einen Beitrag zur Überwindung der bestehenden Kluft zwischen diesen beiden Disziplinen zu leisten. Es verwendet ferner aktuelle texttechnologische Methoden und ist den Prinzipien von open source und open access verpflichtet. Dies bedeutet, dass die Sprachdaten der Scientific community durch ein öffentliches Web-Interface zur Verfügung stehen und dadurch für weitere Forschung genutzt werden können.

 

"Cross-layer" Sprachmodelle für Spontansprache

("Cross-layer" language models for conversational speech)

Projekt
Gesamtleitung:

 
Mag. Dr. Barbara Schuppler (SPSC, TU Graz)
 
nationale Partnerin: Assoz. Prof. Mag. Dr. Dina El Zarka
Finanzierung: FWF
Laufzeit: 2019-2023
Inhalt:

Dieses Projekt unter der Gesamtleitung von Barbara Schuppler (SPSC, TU  Graz) hat zum Ziel, die automatische Erkennung von Spontansprache zu verbessern, unser Wissen über Produktion und Perzeption von Spontansprache zu erweitern, einen Beitrag zur Erforschung von gesprochenem österreichischem Deutsch zu leisten sowie Ressourcen dieser Varietät verfügbar zu machen.

Basierend auf deutschen und österreichischen Sprachdatenbanken entwickeln wir “cross-layer” Sprachmodelle, die beim Dekodieren von Sprache gleichzeitig sowohl von akustischen Informationen als auch vom semantischen Kontext Gebrauch machen, so wie menschliche Hörer und Hörerinnen das tun. Im Projekt werden quantitative phonetische Studien durchgeführt, auf deren Basis die Sprachmodelle weiterentwickelt und verbessert werden. Für die Durchführung dieser Studien wird ebenfalls auf (sprach)technologische Methoden zurückgegriffen, sowohl zur Erstellung automatischer Annotationen als auch zur Extraktion akustischer Merkmale und für die statistische Auswertung der Daten. Die verbesserten Modelle werden in einem zweiten Schritt anhand von spontansprachlichem Material getestet, wobei die maschinelle Spracherkennung mit den Ergebnissen von Perzeptionsstudien mit menschlichen HörerInnen verglichen wird. Eine solche Herangehensweise bedarf eines interdisziplinären Teams (IngenieurInnen und LinguistInnen), das eng zusammenarbeitet.

Als Teil des Gesamtprojektes beschäftigt sich das Dissertationsprojekt von Anneliese Kelterer unter der Leitung von Dina El Zarka (nationale Partnerin) am Institut für Sprachwissenschaft mit prosodischen Merkmalen und phonetischen Reduktionsphänomenen in der österreichischen Spontansprache und deren Bedeutung für die sprachliche Realisierung kommunikativer Funktionen. Die akustische Analyse von spontansprachlichen Daten wird durch Perzeptionsexperimente ergänzt, in denen die Relevanz der akustischen Parameter für die menschliche Perzeption getestet wird. Gleichzeitig soll das Projekt weitere Erkenntnisse hinsichtlich der prosodischen Realisierung interaktioneller Phänomene und diskursiver Strukturen (Turn-Taking, thematische Organisation etc.) sowie anderer semantisch-pragmatischer Funktionen (Sprechakte, foregrounding, backgrounding etc.) in spontanen Konversationen liefern.

 

Der Beitrag nicht-manueller Elemente zur Syntax der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS)

Projektleitung: Mag. Dr. Andrea Lackner
Finanzierung: FWF
Laufzeit: 2017-2021
Inhalt: Im Rahmen des Projekts wird ein ÖGS-Korpus aufgebaut. Anhand diesem wird die syntaktische Struktur der Österreichischen Gebärdensprache analysiert. Im Zentrum steht der Beitrag nicht-manueller Elemente zur Syntax der ÖGS.
Homepage:

http://signnonmanuals.aau.at/

Emailadresse:

andrea.lackner(at)uni-graz.at

 

 

Hugo Schuchardt Archiv

Projektleitung: o. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Hurch
Finanzierung: Malwinenstiftung, FWF
Laufzeit: 2003 - offen
Inhalt:

Das Hugo Schuchardt Archiv widmet sich der Aufarbeitung des Gesamtwerks und des Nachlasses von Hugo Schuchardt. Die vollständige freie Webveröffentlichung der Schriften Schuchardts ist abgeschlossen, ebenso der Aufbau einer Sekundärbibliographie. Es fehlen noch die Aufarbeitung von Teilen des Nachlasses, Teilen der Briefwechsel und die Einrichtung von Netzveröffentlichung der Sekundärliteratur.

Von 2012-2016 wurde vom FWF ein Projekt zum Rahmenthema 'Netzwerk des Wissens' gefördert. Dabei wurde ersucht, anhand des Nachlasses Hugo Schuchardts die materiellen Voraussetzungen für die Professionalisierung der sprachwissenschaftlichen Fächer im 19. Jahrhundert empirisch aufzuarbeiten.

Homepage:

http://schuchardt.uni-graz.at/

Emailadresse:

schuchardt(at)uni-graz.at

netknowl(at)uni-graz.at

Humboldts Baskische Schriften

Projektleiter: o. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Hurch
Projektmit­arbeiterInnen:

M.-J. Kerejeta

Mag. Dr. Ralf Vollmann

Mag. Dr. Dina El Zarka

Finanzierung: FWF
Laufzeit: 1997 - offen
Status: als Projekt abgeschlossen; 2 Bände mittlerweile erschienen, 3. Band in Vorbereitung
Inhalt:

Aufarbeitung der Humboldt'schen Manuskripte, Rezeptionsgeschichte und Erabeitung aktueller Bezüge. Bislang sind zwei Bände mit zuvor uneditierten fremden Materialien zum Baskischen aus Humboldts Nachlaß erschienen.

Kontakt

Sekretariat
Merangasse 70/III 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 2415 oder 2418
Fax:+43 (0)316 380 - 9780

Öffnungszeiten siehe "Neuigkeiten"!

Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Zusatzinformationen:


Ende dieses Seitenbereichs.